12 von 12 März '26 - Erde unter den Nägeln und Frühling in der Luft
- Bea Cervinka

- vor 4 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
Heute ist der 12. März. Zeit für 12 von 12, eine Tagesdokumentation mit 12 Bildern:
Der Tag startete heute mit einer Knuddelattacke auf Papa:

Danach gabs noch eine musikalische Einlage unserer kreativen Pianisten:

Das wirkt besser als Kaffee! Dann aber los, Anziehen, waschen, Zähneputzen, der Schulbus wartet nicht. Am Ende renne ich dem Großen noch mit seiner Gitarre hinterher, heute ist Musikschule.
Dann wird es etwas ruhiger im Haus. Der kleine Mini spielt fröhlich vor sich hin und ich kann mich endlich wieder meinen Pflanzenbabys widmen:

Hier habe ich es tatsächlich geschafft, aus Litschikernen neue Pflanzen zu ziehen. Ob sie je Früchte tragen, bleibt fraglich, wie auch Avocados ist in unseren Breiten nicht das richtige Klima für diese Exoten. Aber es macht trotzdem nice to have. Ich glaub, ich bin ein Pflanzen-Sammel-Suchti 🤭 Jeder von diesen vieren bekommt jetzt sein eigenes Töpfchen. Dann geht's für sie wieder zurück ins Indoor-Gewächshaus. Hier stehen auch noch Avocados, die ersten Tomaten, mexikanische Minigurken und Standart-Kandidaten wie Rotkohl und Kohlrabi. Nur mit meinen Paprikas habe ich bisher kein Glück: Sie wollen einfach nicht keimen...

Danach packe ich den Mini ein und los geht's zum Supermarkt. Der hat gerade noch andere spannende Sachen im Sortiment. Doch hier wird es weird: Während ich mich in den Angeboten verliere, spielt Mini im Einkaufswagen mit meinem Autoschlüssel. Am Ende des Einkaufs merke ich, dass er den irgendwo in den Regalen versenkt hat. Fünfzehn kopflose Minuten und drei weitere Runden durch den Markt folgen. Am Ende finde ich den Schlüssel wieder, zwischen Duftrosen und Apfelschmalz. Ich bin völlig fertig. Zum Schluss wandern in den Kofferraum: Eine rote Duftrose, eine violette Kletterrose, gelbe und rote Steckzwiebeln, eine Blaubeere, zwei Mirabellen und

Meerrettich! Vorsichtshalber gleich drei Rhizome. Doch als ich mich mit ChatGPT darüber unterhalte, wie die gepflanzt werden, bekomme ich große Augen und alte Traumata werden wach. Meerrettich bekommt ziemlich große Blätter und bleibt. Seitenwurzeln, die nach dem Ausgraben des Haupttriebs abbrechen und in der Erde bleiben, treiben im nächsten Jahr selbstständig wieder aus. Das erinnert mich an einen Meerkohl, den ich mal hatte. Als Ersatz für Schleierkraut habe ich den einst ziemlich blauäugig in ein Blumenbeet gesetzt. Dort wurde er schnell zu groß, ich grub ihn aus und setzte ihn an den Rand des Beetes. Als wir den Garten umgestalteten, fuhr achtlos ein Bagger drüber und verteilte die Erde um. Du ahnst vielleicht das Ende des Liedes: der Meerkohl kam wieder, und zwar überall! Seitdem versuche ich alle Ableger großzügig auszubuddeln und ihm einen Platz zu schenken, wo er sich hemmungslos entfalten kann. Außerdem habe ich sämtliche Pflanzen auf der örtlichen Pflanzentauschbörse verschenkt. Möge er andere Menschen glücklich machen...Wenn der Meerrettich genauso wuchsfreudig ist, na gute Nacht!
Außerdem stelle ich fest, dass meine Mirabellen keine Mirabellen sind, sondern Pflaumen mit dem Namen Mirabell irgendwas. Boah, da hab ich mich ja schön reingelegt. Nagut, dann haben wir jetzt zwei Pflaumenbäumchen. Der neue Garten ist Gott sei Dank groß genug.
Pünktlich zum Mittagsschlaf sind wir wieder daheim und wollen eine Runde mit dem Buggy drehen, zur Zeit eine der zuverlässigsten Einschlafmethoden. Doch auch hier treffen wir nicht auf erholsame Enspannung, sondern auf

Hundehaufen! Immerhin hübsch verpackt, aber die drei Schritte bis zum Mülleimer zu gehen, das war dann wohl zu viel verlangt. Sowas regt mich auf! Wie kann man nur so faul sein? Ich bemühe mich selbst, hebe die Hinterlassenschaft auf und trage sie dahin, wo sie hingehört. Als dankeschön schickt uns der Himmel einen Regenguss. Na wunderbar! Innerhalb von zwei Minuten sind wir komplett durchnässt und ans Schlafen ist nicht zu denken. Also zurück nach Hause und dort ins Bettchen gekuschelt. Immerhin kann ich hier auch kurz die Augenlider von innen betrachten, die Nächte sind zur Zeit wieder ziemlich unruhig.
Nach dem Schläfchen warten wir auf den Großen, der kommt jetzt langsam aus der Schule heim. Beim Blick aus dem Fenster entdecken wir

eine riesige Schafherde, die auf den Wiesen vor unserem Haus weidet. Das Bild zeigt nur die Hälfte der Herde, der Rest der Tiere befindet sich noch rechts außerhalb des Bildrandes. Ich zähle drei Hunde, die die Schafe zusammentreiben. Was für ein Spektakel, sowas habe ich noch nicht gesehen. Kleinere Herden ja, eingezäunt und friedlich grasend, ohne Schäfer und Hunde, aber diese Dimension? Das ist schon spannend zu beobachten. Doch sie ziehen weiter, bald sind sie aus unserem Blickfeld verschwunden. Dafür ist der Große jetzt wieder zu Hause. Nach den Hausaufgaben hab ich tatsächlich noch einige Minuten für mich. Jetzt nehme ich noch schnell das letzte Audio für meine Ostara-Audio-Reise auf
Was für lustige Grimassen man dabei immer schneidet 😂
Das Audio wird schnell fertig und kann in das Angebot eingebaut werden, dass ich in den letzten Tagen und Wochen bereits in meine Webseite eingefügt habe. Es setzt die begonnene Imbolc-Reise fort, steht aber auch wunderbar für sich alleine und benötigt keine Vorkenntnisse. Ein bißchen stolz bin ich schon auf diese Jahreskreis-Räume, die sich wie eine innere Reise durch das Jahr gestalten. Jede Station berührt eine andere Dimension des Menschseins und ist nur wenige Wochen zum jeweiligen Jahreskreisfest buchbar. Was die Jahreskreisfeste eigentlich sind, darüber habe ich in einem meiner letzten Blogartikel geschrieben, du findest ihn hier. Denn tatsächlich sind sie nicht das, was uns gerne erzählt wird. Nichtsdestotrotz arbeite ich mit ihnen, weil sie wie ein wunderschöner Kompass für unsere inneren Prozesse genutzt werden können.
Ostara behandelt das Thema Aufrichtung und Wachstum. Wenn auch du die aktuelle Zeitqualität nutzen möchtest, um dein inneres Licht wie meine kleinen Pflänzchen am Anfang des Artikels wachsen zu lassen, dann klick auf das Ostara-Bild und du landest bei der Infoseite

Übrigens habe ich beim Schreiben meines letzten Blogartikels festgestellt, das mein kleines Unternehmen dieses Jahr Jubiläum feiert! Im Oktober vor zehn Jahren habe ich den ersten Schritt Richtung Selbstständigkeit gemacht. Du kannst meine Aufs und Abs, meine Fails und Erfolge der letzten zehn Jahre nachlesen, ich verlinke den Artikel am Ende von diesem hier.
Dann ist es Zeit fürs Abendessen. Heute soll es Paella geben, wir haben noch tolle Garnelen von Weihnachten in der Tiefkühltruhe. Also los, ab in die Küche. Das Endergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt echt nach Urlaub.

Das haben wir uns verdient nach diesem Regentag!









Das mit den Kacktüten finde ich auch so unmöglich. Nur dein Abendessen irritiert mich, es ist 14:49h