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Über innere Ordnung, zyklisches Arbeiten und den Mut, nicht mehr ins Schema zu passen: Was ich 2026 anders mache

Wo gearbeitet wird, fallen Späne, so heißt es. 2025 habe ich gefühlt ziemlich viel Späne produziert und mein Business vom grob behauenen Holzblock aufs nächste Level gehoben. Eigentlich hatte ich gar nicht den Anspruch, mich in diese Richtung auszurichten, aber wie immer: wenn ich mir etwas vornehme, kann ich sicher sein, dass mein Schicksal lachend vom Stuhl fällt. Und dabei fing das so harmlos an, mit dem Entschluss, meinen Blog Oktober 2024 wieder neu zu beleben.


Ich meldete mich für das Blogtoberfest von Judith Peters an, schrieb seitdem wieder regelmäßig einmal pro Woche einen Artikel und landete unverhofft zu Weihnachten bei den 12 Days of Masterclasses von sigrum.com

Seitdem gibt es für mich kein Halten mehr - egal wie oft ich mir vornehme, wieder langsamer zu machen, mein Hirn sprudelt über vor kreativen Ideen, die nach Umsetzung verlangen. Nach dem Blog kam die Neugestaltung der Webseite, nach der Webseite die Optimierung der Angebote und die Zuspitzung meines Wirkens auf ein großes Thema. Wo ich bis jetzt immer rumgeeiert bin, wenn ich gefragt wurde, was ich eigentlich tue, kann ich sagen, ich bin jetzt angekommen. 2025 war das Jahr, in dem sich definitiv etwas gesetzt hat.

Nicht, weil alles klar wäre oder abgeschlossen, sondern weil sich mein innerer Kompass neu ausgerichtet hat. Es ist diese Gewissheit, die entsteht, wenn man aufhört, sich anderen erklären zu wollen, und damit beginnt, sich selbst zuzuhören.


Ich habe lange geglaubt, dass ich der Archetyp "Heilerin" bin und eine gesunde Welt schaffen möchte für alle Lebewesen. Und dass es wichtig ist, sichtbar zu sein, indem ich die Glaubhaftigkeit meiner Mission mit kostenlosen Angeboten beweise.

Heute spüre ich, dass dieses hehre Ziel in seiner Größe eine neue Präzision braucht. Wandel entfaltet sich dort, wo Menschen ihr eigenes Tempo würdigen und innere Widerstände ebenso achten wie Sehnsucht und Aufbruch. Wesentliches bekommt Raum, wenn Entwicklung sich organisch bewegen darf und nichts beschleunigt werden muss.


Dieses Innehalten hat meine Arbeit verändert. Es prägt die Art, wie ich Menschen auf ihrem Weg begleite, wie ich Räume für Reflexion und Entwicklung gestalte und wie ich selbst darin stehe. Die Ausrichtung ist klarer geworden, ruhiger und verlässlicher. 2025 war das Jahr, in dem sich diese Präzision herauskristallisiert hat. Und 2026 polieren wir alles, bis es funkelt.


Der Bruch

2026 ist das Jahr, in dem diese Neuausrichtung Konsequenzen nach sich zieht.

Über viele Jahre hinweg habe ich Ausbildung nach Ausbildung absolviert. Immer begleitet von dem Gefühl, noch nicht weit genug zu sein, noch nicht reif genug, noch nicht klar genug. Lernen fühlte sich an wie das Versprechen auf ein späteres Ankommen. Ein weiteres Zertifikat, eine weitere Methode, eine weitere Erlaubnis, die mir den Wert meiner Arbeit beweisen sollte.


Doch dieses Suchen hatte auch seinen Sinn. Es hat mich geformt und mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Gleichzeitig hielt es mich in einem Kreislauf, den ich nicht durchbrechen konnte. Die Frage nach meiner eigentlichen Arbeit blieb offen, ebenso das Selbstverständnis, sie sauber zu benennen und eine klare Wertschätzung anzunehmen.


Heute jedoch kann ich auf genau diese Grundlagen bauen, die ich in dieser Zeit des Suchen und Lernens geschaffen habe. Ich durfte erkennen, dass mein Fundament nicht länger sandig-weich ist, sondern mittlerweile derart gefestigt, dass die Notwendigkeit, mich weiter zu beweisen, an Bedeutung verloren hat. An ihre Stelle ist eine Klarheit getreten, die aus der Erfahrung des Vergangenen gewachsen ist. Ich weiß, was ich tue, und ich weiß, für wen ich Räume öffne und halte. Diese Gewissheit verändert, wie ich arbeite und was ich anbiete.


Ich wähle bewusst die Orte, die ich betrete, die Worte, die ich spreche, und die Begleitung, die ich anbiete. Alles, was sich nicht aus dieser inneren Stimmigkeit heraus ergibt, lasse ich beiseite.

Ich stehe zu meinem Weg, vor allem zu den Momenten, in denen ich mich lange fehl am Platz gefühlt habe. Zwischen den Welten, zwischen Konzepten, zwischen Erwartungen. Zu viel für klare Schubladen, zu fein für grobe Raster, zu tief für einfache Antworten. Dieses Gefühl des Dazwischen-Seins begleitete mich seit meiner Kindheit, manchmal eher unterschwellig und nagend, manchmal schmerzhaft, doch immer prägend.

Heute erkenne ich in diesem Anderssein jedoch keine Schwäche mehr, sondern meine ureigene Qualität. Genau dieses Nicht-Passen hat meine Beobachtungsgabe geschärft, meine Wahrnehmung verfeinert und meine Arbeit geformt. Es hat mich gelehrt, Übergänge zu lesen, Zwischentöne zu hören und Räume zu halten, in denen alles sein darf und nichts vorschnell eingeordnet werden muss.


Aus dieser Erfahrung heraus entsteht meine heutige Ausrichtung. Ich begleite Menschen, die sich selbst lange angepasst haben und nun spüren, dass ihr Körper nach einer anderen Ordnung ruft. Menschen, die nicht mehr nur noch funktionieren können, sondern wieder fühlen wollen. Menschen, die ihre eigene Tiefe ernst nehmen und den Bruch mit dem Mainstream wagen. Sie erwarte ich an der Schwelle, an dem das Alte nicht mehr hält und das Neue noch nicht greift. Ich begleite sie ein Stück auf ihrem Weg, und öffne ihnen den Raum, der neue Orientierung schenkt, ohne zu drängen, ohne vorzugeben wie ab jetzt etwas zu sein hat.

Mein Fokus richtet sich auf Tiefe, Präsenz und die feinen Bewegungen, die oft unter der Oberfläche stattfinden. Aus dieser Haltung heraus ordnet sich sämtliches Wirken neu. Alles, was nicht dieser inneren Stimmigkeit entspricht, darf sich lösen, damit Wesentliches wieder sichtbar wird.


Ich eröffne ab sofort keine Räume mehr, um zu überzeugen, zu belehren oder zu beeindrucken. Ich gebe keine Anleitungen, die beweisen sollen, wie Wandel funktioniert. Stattdessen halte ich den Raum für Menschen, die sich auf ihre eigene Wahrheit einlassen wollen, die spüren, dass Veränderung nicht erzwungen werden kann und dass jeder Schritt innerhalb des eigenen Rhythmus wertvoll ist.

Meine Arbeit geschieht nicht für jeden, sondern für jene, die sich selbst ernst nehmen und bereit sind, ihr Inneres zu hören. Es geht nicht um schnelle Ergebnisse, sondern um Berührung, Resonanz und die Erfahrung von Tiefe.


Innere Ordnung statt Optimierung

Wenn du mich vor einem Jahr gefragt hättest, wer mein idealer Kunde ist, hätte ich geantwortet: "Na jeder! Jeder, der seinen Körper ernst nimmt und schulmedizinisch nicht ans Ziel kommt." Doch das war nur die halbe Wahrheit: Meine Arbeit richtet sich an Menschen, die lange funktioniert haben und irgendwann zu spüren beginnen, dass ihr Körper lauter wird. Dieses Signal interpretiere ich nicht als Störung oder Hindernis, sondern als Wegweiser. Der Körper meldet sich, wenn etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist und eine tiefere Ordnung wieder wahrgenommen werden möchte.

In meiner Arbeit betrachte ich daher den Körper als Wahrheitsträger. Er speichert Erfahrungen, Übergänge und Anpassungen, lange bevor sie Worte finden. Symptome verstehe ich als Sprache, die gehört werden will. Sie erzählen von Überforderung, von nicht gelebten Impulsen, von inneren Spannungen, die nach Ausrichtung suchen. Sobald diese Sprache ernst genommen wird, beginnt sich etwas neu zu ordnen.

Der Schritt über die Schwelle spielt dabei eine zentrale Rolle. Phasen des Wandels zeigen sich selten klar oder eindeutig. Sie fühlen sich oft diffus an, fordernd und gleichzeitig richtungsweisend. In diesen Momenten geht es weniger darum, etwas zu reparieren, sondern darum, den Übergang bewusst zu betreten und ihn begleiten zu lassen. Genau hier entsteht der benötigte Raum für innere Klärung.


Dabei arbeite ich zyklisch, angelehnt an den Rhythmus der Jahreszeiten, weil jedes Leben sich in dieser Bewegungen entfaltet. Wachstum geschieht in Wellen, nicht entlang gerader Linien. Zeiten der Öffnung wechseln sich ab mit Phasen des Rückzugs, der Integration und der Neuorientierung. Diese Rhythmen ernst zu nehmen bedeutet, sich selbst wieder als Teil einer natürlichen Ordnung zu erfahren.

Diese Ordnung muss nicht neu erfunden werden, nicht geschaffen oder gemacht werden, sondern darf einfach erinnert und ins eigene Sein integriert werden. Es ist die natürliche Ordnung des Lebens, die trägt, sobald sie wieder gespürt wird.


Meine neue Angebotslogik

2026 werde ich also keine kostenlosen Angebote mehr gestalten, die erklären sollen, warum meine Arbeit sinnvoll ist. Meine Arbeit entfaltet sich dort, wo etwas im Inneren des Gegenüber in Resonanz geht und sie findet Menschen, die sich von ihrem inneren Impuls führen lassen. Diese Entscheidung hat meine Angebotsstruktur klarer werden lassen. Vielleicht auch enger, aber keineswegs strenger, sondern ehrlicher, stimmiger, ohne Verkaufsdruck aufbauen zu müssen. Es trägt meine Haltung nach außen und lädt diejenigen ein, die sich darin wiederfinden.


Deshalb entstehen meine Formate ab sofort aus einer Haltung heraus, die auf Begegnung setzt. Sie zielen nicht auf schnellen Mehrwert, sondern auf echte Berührung und wollen nicht länger lehren, sondern laden dazu ein, sich selbst wiederzufinden. Ich öffne keine Räume, um zu überzeugen, sondern um zu begleiten. Wir wollen hier nichts erreichen, sondern uns neu verorten im großen Kreislauf des Seins.


Jedes meiner Formate folgt einer eigenen inneren Ordnung und dient einem bestimmten Abschnitt im Prozess.

Die 1:1-Begleitung bleibt der Ort für Übergänge, die Aufmerksamkeit, Tiefe und Präsenz brauchen. Hier dürfen Fragen angeschaut werden, für die es nicht sofort eine Antwort gibt. Dieser Raum trägt dich, wenn sich etwas löst, verschiebt oder neu ausrichtet.


Das Seelenatelier schenkt rhythmischen Halt. Es ist ein Ort der regelmäßigen Rückverbindung, an Körperwahrnehmung, innere Ordnung und an das, was sich im Alltag oft verliert. Seine Kraft liegt in der Wiederkehr und im gemeinsamen Atemholen.


Die Jahreskreisräume öffnen bewusste Zeitfenster. Sie orientieren sich an den Qualitäten, die im Jahreslauf spürbar werden, und laden dazu ein, diese Bewegungen innerlich mitzugehen. Diese Räume wirken sanft und sind begrenzt und getragen von der jeweiligen Zeitqualität.


Meine bewusste Entscheidung gegen das Freebie

Ich habe mich auch dazu entschieden, den Einstieg in meine Arbeit anders zu gestalten, als es normalerweise gepredigt wird. Meine Räume öffnen sich für dich über unsere Resonanz, über ein inneres Erkennen des Gefühls von Stimmigkeit. Dieser Weg fühlt sich ehrlicher an als der Versuch, Beziehung über Austauschlogik entstehen zu lassen.

Meine Arbeit trägt Tiefe, und Tiefe entfaltet sich im Kontakt. Sie lebt von Präsenz, von Zuhören, von dem Moment, in dem jemand spürt: Hier darf ich ankommen. Deshalb entsteht Verbindung bei mir nicht über Listen, Downloads oder vorbereitete Versprechen, sondern über das Betreten eines gemeinsamen Feldes.

Wer hier ankommt, tritt über eine Schwelle. Dieser Schritt geschieht aus eigenem Impuls heraus und aus der Bereitschaft, sich berühren zu lassen. Meine Arbeit ist kein Vorspann zu etwas anderem. Sie beginnt genau dort, wo jemand sich selbst ernst nimmt und dem eigenen inneren Ruf folgt.

So entsteht Beziehung jenseits von Tauschhandel. Ein Raum, der offen ist für Begegnung und getragen ist von Vertrauen. Ein Anfang, der nicht erklärt, sondern dich behutsam empfängt, dich in deinem ganzen Sein sieht, dein Licht und auch deine Schatten anerkennt. Hier ist Schwäche und Verletzlichkeit kein Makel, sondern darf solange gesehen werden, bis du selbst bereit bist, aus dir heraus den nächsten Schritt zu setzen.


Das Advents-Arkanum als bewusste Ausnahme

Einmal im Jahr jedoch öffne ich einen Raum, der frei zugänglich ist und zugleich einen besonderen Geist atmet. Er entsteht aus der Qualität der Adventszeit heraus, der sogenannten Stadezeit, die eigentlich getragen sein sollte von Stille, Sammlung und dem Wissen um die besondere Schwelle dieser Zeit. Leider erfahren die meisten Menschen in der Vorweihnachtszeit das Gegenteil, Druck und Stress steigen weiter, Weihnachten gleicht eher der Jagd nach Perfektion als dem stillen Rückzug auf das Wesentliche. Hierfür ist das Advents-Arkanum als Ritual gedacht, um den wahren Geist der Weihnacht wieder auferstehen zu lassen.


Es lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten und die dunkler werdenden Tage bewusst zu zelebrieren. Wer diesen Raum für sich nutzt, folgt einem inneren Impuls nach Ruhe und Rückverbindung mit der Zeit.

Dieser Raum braucht nicht mehr Platz in deinem Alltag, fordert nichts und bereitet auch nichts vor. Er steht für sich und möchte daran erinnern, sich selbst in dieser magischen Zeit mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu begegnen und dem inneren Erleben mehr Platz zu schenken.


So bleibt das Advents-Arkanum eine bewusste Ausnahme als Geschenk zur Weihnachtszeit. Ein jährlicher Moment um Einzutauchen in die Magie des Sammelns, der Klärung und der stillen Ausrichtung. Ein Raum, der sich öffnet, weil die Zeit danach ruft.


Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst

Dann weißt du vermutlich schon, ob du hier richtig bist. Manche Wege erklären sich nicht über Argumente, sondern über ein inneres Nicken. Über das Gefühl, gesehen zu sein, ohne sich ausrichten zu müssen.

Ich arbeite jetzt nicht mehr für alle - aber vielleicht genau für dich.

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