12 von 12 im Juli '26 - 14 Jahre und ein tschechischer Kaffee
- Bea Cervinka

- vor 3 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Der heutige Morgenkaffee ist besonders:

Wir sitzen nicht wie sonst an unserem Küchentisch oder gar im Bett, sondern im Ferienhaus der Familie in der Tschechei:

Diese Woche feiern mein Mann und ich nämlich unseren 14. Hochzeitstag. Zu diesem besonderen Datum haben wir beschlossen, uns ein Wochenende Auszeit zu gönnen. Fr Abend nach der Arbeit wurden die Kinder, der Hund und die Koffer ins Auto verfrachtet und los gings, 4h Richtung Osten.
Natürlich sind auch Hausaufgaben mit im Gepäck:

Danach gehts für den Rest des Vormittags an den Stausee:

Als wir wieder nach Hause kommen, ist es Zeit für den Mittagsschlaf vom kleinen Mini. Während der Kleine schläft und das Haus für einen Moment aufatmet, sitze ich hier mit meinem zweiten Kaffee und tue, was ich viel zu selten tue: einfach gar nichts. Kein nächster Schritt, keine Liste, kein Blick auf die Uhr. In Gedanken streife ich durch vergangenene Momente - vierzehn Jahre sind eine lange Zeit. Was hat sich verändert, was ist geblieben? Ein Haus, ein Hund, zwei Kinder. Hausaufgaben, Windeln, Wochenpläne. Eine Zeit, in der sich das Leben Schicht für Schicht über einen legt. Alltag, Arbeit, die nächste Aufgabe, der nächste Morgen. Und irgendwo darunter: du selbst. Die eigenen Bedürfnisse sind leiser geworden. Manchmal reicht die Kraft nicht, um am Ende des Tages noch für sich selbst zu sorgen und der Seele den nötigen Raum zum Atmen zu geben. Darüber habe ich letzte Woche einen Blogartikel geschrieben. Klicke auf das Bild und du gelangst zum Artikel:
Übrigens, wenn du auch eine Antwort auf die Frage hast "Was tust du, wenn die Seele ums Feuer tanzen will, aber der Alltag sagt: morgen vielleicht?", dann mach doch mit bei meiner Blogparade. Alle Infos dazu findest du, wenn du auf den Link klickst. Sie läuft noch bis zum 2. August.
Irgendwann ergibt sich die Gedankenkette vom Blogartikel zu diesem 12 von 12 Artikel hin zu - oh, in zwei Tage ist schon wieder Neumond! Da kann ich gleich noch die neue Seelenatelier-Episode vorbereiten. Der Stausee liefert das perfekte Material dafür:

In den zwei folgenden Links kannst Du nachlesen, was das Seelenatelier ist und warum ich es erstellt habe.
Am Nachmittag wollten wir eigentlich ins Porsche-Museum gehen, aber da der kleine Mini auch um drei Uhr noch nicht wach war, wurde dieser Plan gecancelt. Stattdessen fuhren wir Shoppen. Im ersten Geschäft hing diese Tasche:

Wer kennt sie noch??
Es gab Tshirts und Schuhe für die Jungs:

Dann bummelten wir noch etwas durch die Gassen. Es reihte sich eine Villa an die andere. Zur Blütezeit muss dieses Städtchen herrschaftlich ausgesehen haben. Schaut euch doch nur mal diese Details an den Fenstern an:

Leider ist der alte Glanz nur mit viel Phantasie erahnbar:

Am Abend feiern wir unseren Tag noch mit einem guten Essen:

Zum Nachtisch gibt es Palatschinken mit Konfitüre und Eis. Die Hälfte davon landet auf meinem Kleid und die andere Hälfte klebt dem Mini an Händfn und im Gesicht. Essen gehen mit Kleinkindern ist schon immer ein Erlebnis.
Den Rest des Abends genießen wir das laue Sommerwetter auf der Terrasse:

Mit diesem feinen Tropfen haben wir auch damals vor 14 Jahren angestoßen. So bringt uns der Abend zurück zu dem Tag, an dem wir vor vierzehn Jahren "Ja" gesagt haben - zu genau diesem Leben mit all seinen kleinen Umwegen und großen Umarmungen. Es sind nicht immer die großen Reisen, die verbinden, sondern diese gestohlenen Wochenenden, in denen wir wieder Zeit füreinander finden. Morgen geht die Heimreise los, mit vollem Herzen und einem Koffer voller Erinnerungen an vierzehn gemeinsame Jahre.




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